HTML 5 befindet sich seit 2007 in der Entwicklung – und wird der neue HTML-Standard. Der wesentliche Unterschied zu früheren HTML-Versionen: HTML 5 wird als DOM-Typ (Dokument-Objekt-Modell) definiert, nicht mehr als SGML. HTML 5 führt viele neue und praxisorientierte Elemente ein. Der Vorteil: Webseiten können so semantisch noch besser strukturiert werden.
Umsteigern von HTML 4 wird vor allem auffallen, dass mit HTML 5 eine sehr viel einfachere Doctype-Deklaration verlangt. DTD-Referenzen und Versionsnummern sind in HTML 5 nicht mehr erforderlich, die Schreibweise lautet schlicht <DOCTYPE html>.
Der Grund für diese elementare Vereinfachung ist die Tatsache, dass HTML 5 nicht mehr auf dem alten SGML-Standard aufbaut. Das Dokument-Objekt-Modell ersetzt die bisherigen Spezifikationen und erlaubt den Einsatz von HTML 5 als gewohntes HTML und als XML.
Zu den neuen Elementen in HTML 5 gehören Erweiterungen bei der Textstrukturierung. In HTML 5 werden sie <textlevel semantics> genannt. Neu ist hier zum Beispiel das Element “mark” zur Markierung von Textabschnitten, oder der Tag “time”, mit dem ein Datums- und/oder Zeitstempel spezifiziert werden kann.
Besonders interessant am neuen HTML 5 ist jedoch wohl vor allem das Element <video>: Es erlaubt die direkte Einbettung von Videos in ein HTML-Dokument ohne den “Umweg” über beispielsweise Flash. Der Video-Tag ist ebenso einfach handhabbar wie das <img>-Element, mit dem Bilder integriert werden können. Ein Browser-Plugin, wie man es heute noch benötigt (das erwähnte Flash oder auch Silverlight) werden dann überflüssig – allerdings wäre es wünschenswert, wenn sich die Browser-Hersteller noch auf einen gemeinsamen Codec einigen würden. Trotzdem: Das Element vereinfacht die Implementation und das Abspielen von Videos enorm.
Gleiches gilt übrigens für Audio-Dateien: das Tag <audio> wird das Abspielen von Musik und anderen Audiodateien dank HTML 5 ebenso revolutionieren. Es bringt einen eigenen Player mit und ist leicht konfigurierbar.